Weihnachtsnewsletter 2021

Liebe Artfiles Kundinnen und Kunden,

im vergangenen Jahr hat sich wieder viel getan bei uns und wie immer möchten wir Ihnen mit unserem traditionellen Weihnachtsnewsletter einen Überblick über die wichtigsten Neuerungen aus den vergangenen 12 Monaten geben und bei der guten Gelegenheit auch gleich einen forschen Blick in die Zukunft wagen.

ISO-Zertifizierung des W408 Rechenzentrums

Viele Neuerungen und Änderungen finden bei einem Hoster und Rechenzentrumsanbieter ja stets eher „unter der Haube“ statt. Nicht so bei der Zertifizierung unseres W408 Rechenzentrums in der Wendenstraße in Hamburg: Seit Mai diesen Jahres sind wir nun ISO 27001 zertifiziert und das auf Hochglanz gewienerte Zertifikat kann im Eingangsbereich des Rechenzentrums besichtigt werden. Genauso hatten wir uns das vorgestellt.

Insgesamt hat die Prozedur zwar etwas länger gedauert als geplant, dafür sind wir mit dem Ergebnis nun aber umso zufriedener und nicht nur unser Sicherheitsbeauftragter David Saam freut sich, dass das Projekt (endlich) zum Abschluss gebracht wurde.

Professional Web Cloudserver ist tot – es lebe Professional-Web af.stack!

Seltsame Überschrift, aber so ist es: bereits im Februar haben wir unsere neue Cloud Plattform af.stack aus der ausgiebigen Testphase in den produktiven Betrieb entlassen. af.stack ist unsere eigenentwickelte Cloudlösung auf Basis von OpenStack. Über die vielen Vorteile dieser Lösung können Sie sich am besten direkt auf unserer Homepage informieren. af.stack ist eine mächtige und flexible Cloudlösung, die in der Anwendung aber so einfach ist wie ein virtueller Server.

Im November haben wir dann begonnen, die OpenStack-Technologie auch für unsere Webhosting Produkte zu nutzen. Als erstes mussten wir dafür den Tarif „Professional Web Cloudserver“ in seine verdiente Webhosting-Rente schicken. Im nächsten Schritt haben wir dann einen Managed Hosting-Tarif eingeführt, der vollständig in der OpenStack Umgebung realisiert wurde.

Mit dem neuen Tarif “Professional Web af.stack” ist es nun möglich, die vielen Vorteile des OpenStack Systems und alle Vorzüge eines gemanagten Webhosting-Tarifs zu genießen. Falls Sie sich hierfür interessieren, schauen Sie gern einmal auf unserer Homepage vorbei und sprechen Sie uns auf einen Testzugang an.

Neuerungen im DCP – ohne eigene Entwicklungsabteilung undenkbar

Seit unserer Gründung im Jahr 2000 leisten wir uns den „Luxus“ möglichst alle relevanten Applikationen im eigenen Haus von den eigenen Entwicklern erstellen zu lassen. Hierdurch ist es uns über die Jahre immer wieder möglich gewesen, Änderungen schnell und genau passend zu unseren und Ihren Bedürfnissen umzusetzen und neue Features zu entwickeln, die sonst niemand anbietet. Wie schon erwähnt, findet der überwiegende Teil der Optimierungen und Erweiterungen meist unterhalb des Radars statt und sorgt so für einen reibungslosen Betrieb. Aber natürlich gibt es auch Funktionen, die für Sie als Kunde direkt nutzbar sind und die dabei helfen sollen, Ihre Arbeit mit unseren Produkten noch einfacher und komfortabler zu machen. Hier einige Beispiele aus dem letzten Jahr:

Changelog

Auch kleinere Änderungen und Verbesserungen können zum Teil eine große Wirkung haben und die Dinge erleichtern. Damit Sie immer auf dem aktuellen Stand sind, welche Features neu hinzugekommen sind, oder welche Änderungen an der Webhostingplattform es gegeben hat, finden Sie seit einiger Zeit im DCP unter dem Menüpunkt „Ihr Account -> Changelog“ eine Liste der Änderungen.

Favoriten

Ebenfalls seit einigen Wochen finden Sie im DCP-Menü den Menüpunkt „Favoriten“. Sollten Sie eine Funktion im DCP oft nutzen, empfiehlt es sich diese als Favorit abzulegen. Dazu klicken Sie auf der jeweiligen Seite einfach auf den kleinen Stern in der oberen rechten Ecke. Alle so favorisierten DCP-Funktionen finden Sie dann in einer Liste unter „Favoriten“ wieder.

Suchfunktion und Archivierung für Tickets

Für alle, die den Überblick über Ihre Tickets verloren haben, gibt es jetzt die Möglichkeit, diese zu durchsuchen und nach Bedarf zu archivieren. Demnächst wird noch eine konfigurierbare Auto-Archivierung dazukommen.

2-Faktor Authentifizierung für DCP User und Wiederherstellungstoken

Nachdem das DCP für den Hauptnutzer schon lange die Möglichkeit bietet, per 2-Faktor Authentifizierung den Login zusätzlich abzusichern, gibt es diese Möglichkeit seit einiger Zeit auch für DCP User.

Außerdem können nun Wiederherstellungsschlüssel erzeugt werden, die bei Verlust des 2-Faktor-Gerätes das Zurücksetzen der Authentifizierung ermöglichen.

Wie Sie sehen, ist unsere Entwicklungsabteilung alles andere als untätig und die Entwicklung eigener Lösungen ist ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Firmenphilosophie. Und weil uns so gut gefällt, was die Damen und Herren dort so treiben, haben wir das Softwaredepartment in den letzten 12 Monaten bereits durch einen weiteren Mitarbeiter verstärkt und zwei weitere werden im nächsten Jahr noch folgen.

Sie dürfen also weiter auf viele Neuerungen gespannt sein.

4-Tage-Woche

Hier kommt zur Abwechslung einmal eine besonders gute Nachricht für alle Artfiles Mitarbeiter*innen und solche, die es werden wollen: Bis zum 01.04.2022 werden wir unser Unternehmen zu einem 4-Tage-Woche Unternehmen umbauen. Das bedeutet für die meisten Mitarbeiter*innen: Freitag ist bei Artfiles frei.

Aber natürlich werden wir auch am Freitag unsere Webserver nicht ausschalten und auch die Rechenzentren werden weiter laufen wie bisher. Mit anderen Worten: Der Support, die Technische Betreuung unserer Systeme, sowie der Vertrieb bleibt weiterhin an 5 Tagen in der Woche für Sie zu den bekannten Zeiten besetzt.

Bei der Umstellung handelt es sich um ein Modellprojekt. Ab April geben wir dem Ganzen 18 Monate Zeit sich zu bewähren, dann wird entschieden, ob die 4-Tage-Woche fortgesetzt wird oder wir zur 5-Tage-Woche zurückkehren.

Große Pläne für das Jahr 2022

Einiges von dem, was wir ihm nächsten Jahr vorhaben, haben wir ja nun schon rausposaunt. Aber den größten Knaller haben wir uns natürlich für den Schluss aufgehoben: 2022 wird das Jahr der Artfiles Rechenzentrumserweiterung Colo 3!

Für Sie wird davon zunächst natürlich nicht viel sichtbar werden, aber Sie können uns glauben, dass schon der Gedanke an diesen Plan allen Artfiles Techniker*innen gleichzeitig die Freudesröte auf die Wangen, und den Angstschweiß auf die Stirn treibt. Wenn alles glatt läuft und uns die Corona-Lieferengpässe nicht den Zeitplan durcheinander bringen, werden wir zum Ende des nächsten Jahres unseren dritten Rechenzentrums-Abschnitt in Betrieb nehmen. Und wie auch schon beim Ausbau unserer bestehenden Colocation, werden wir auch diesmal wieder die oberste Priorität auf Zuverlässigkeit, Nachhaltigkeit und Energieeffizienz legen.

Wir freuen uns bereits sehr darauf dieses Projekt anzugehen und haben uns auch fest vorgenommen, die Fortschritte der Arbeiten öffentlich zu dokumentieren. Wie genau, wissen wir allerdings noch nicht. Wir halten Sie auf dem Laufenden!

Erreichbarkeit über die Feiertage

Am 24. und 31.12. ist unser Support in der Zeit von 9:00 bis 13 Uhr für Sie auch telefonisch oder per Chat erreichbar. An allen anderen Tagen stehen wir Ihnen zu den gewohnten Supportzeiten zur Verfügung.

Auch in diesem Jahr verzichten wir wieder auf die Erstellung von Weihnachtskarten und -grafiken und spenden von dem so gesparten Betrag von 1000,00 Euro an die Organisation Give Directly, einer Wohltätigkeitsorganisation, welche das Geld direkt auf die Mobiltelefone sehr armer Menschen sendet.

Das war es nun erst einmal von unserer Seite. Wie immer laden wir Sie herzlich ein, auch unser Facebook- und Twitterangebot zu nutzen um sich über aktuelle Neuigkeiten zu informieren.

Wir wünschen Ihnen angenehme Feiertage und einen guten Rutsch in das neue Jahr.

Das Artfiles Team

Artfiles goes OpenStack

TL;DR: Wir bieten ihnen ab sofort eine vollwertige Openstack Compute / Blockstorage Lösung als Public Cloud mit Integration der wichtigsten Features ins DCP an.

Nach ziemlich genau 10 Jahren und weit über 2000 virtuellen Servern ist es Zeit, unsere selbstentwickelte Cloud in den wohlverdienten Ruhestand zu schicken.

Wie schon seit einiger Zeit abzusehen, ist die eigene Entwicklung einer Cloudplattform auf die Dauer nicht zu leisten. Zu schnell entwickelt sich die Technik und zu mächtig sind die Mitspieler.

Also haben wir uns bereits anfang 2019 entschlossen, auf eine offene Cloudlösung zu setzen und unsere Ressourcen darauf zu konzentrieren, diese perfekt in unsere komfortable und einfach zu bedienende DCP Architektur einzubinden.

Und so wurde AFstack geboren: die Flexibilität von OpenStack verbunden mit der einfachen Bedienung und perfekten Integration des DCPs.

Openstack

Mit OpenStack lässt sich eine Cloud rein aus Open Source Komponenten bauen. In Python programmiert verbindet es bekannte VM Software wie KVM und Xen mit Storage Technologien wie Ceph oder iSCSI-Filern. OpenVSwitch sorgt als SDN (Software Defined Networking) Lösung für moderne und flexible Netzwerkfunktionen.

Ursprünglich entwickelt 2010 von der NASA und Rackspace.com wird OpenStack (mittlerweile in Version 21) von einer weltweiten Community entwickelt und gepflegt.

OpenStack besteht aus diversen Komponenten, die jeweils einzelne Funktionalitäten eines virtuellen Datacenters abbilden: Nova (virtuelle Server), Cinder (Block Storage – “virtuelle Festplatten”), Swift (Objektstorage), Neutron (virtuelle Netzwerkkomponenten – Switches und Router). Dazu kommen viele Dienste, die die Verwaltung und Zusammenarbeit dieser Komponenten organisieren: Keystone (Authentifizierung – Identity Mamagement), Glance (Verwaltung von Betriebssystem Installationsimages) und Horizon (Weboberfläche).

Um diese zentralen Komponenten sammelt sich mittlerweile ein ganzer Zoo von weiteren Projekten, die die Cloud weit über die reine Verwaltung von virtuellen Computern hinaus bringen.

Die Bedienung all dieser Komponenten erfolgt entweder über das Horizon Webinterface oder über eine REST-basierte API. Wie sich anhand der Beschreibung erahnen lässt, ist die Benutzung dieses komplexen Systems nicht ganz einfach. Und hier kommt unsere DCP Integration ins Spiel.

af.stack

So nennen wir unser Produkt, dass die nahezu unendlichen Konfigurationsmöglichkeiten von OpenStack mit der einfachen Bedienung und Benutzfreundlichkeit des DCPs verbindet. Während im DCP die wichtigsten Funktionen wie VMs anlegen und steuern, IP Adressen verwalten und Kosten kontrollieren zur Verfügung stehen, können parallel per OpenStack API diesen Servern erweiterte Funktionen zugeordnet werden.

So können sie zum Beispiel im DCP einfach einen neuen virtuellen Server anlegen, um ihm dann per Horizon Oberfläche z.B. weitere Netzwerkinterfaces oder auch zusätzliche virtuelle Festplatten zuordnen.

Oder sie nutzen die Automatisierungsfunktionen von OpenStack und kreieren so eigene Servervorlagen und steuern dann die so erzeugten Server aus dem DCP.

Im Laufe der kommenden Monate werden wir weitere Features ins DCP integrieren, die Ihnen die Verwaltung unserer Cloudplattform nnoch weiter erleichtern werden – wie immer mit besonderem Blick auf die Benutzerfreundlichkeit.

Das Artfiles Mailsystem 2020

Wie jede Technik im Internet ist auch unser Mailsystem ständiger Veränderung und Anpassung an neue Entwicklungen unterworfen. Seit wir 2015 unser Mailsystem V3 in Betrieb genommen haben, hat sich viel getan, und so gibt es für uns auch im Frühjahr 2020 interessante Neuerungen zu verkünden – weitere werfen bereits ihre Schatten voraus.

Aber der Reihe nach:

E-Mail Backup & Restore

Bereits zum Jahresanfang angekündigt, wollen wir hier noch mal die Kernelemente des neuen Backupsystems vorstellen.

Unsere Mailstorage- und Abrufserver sind redundant ausgelegt und synchronisieren laufend ihren Datenbestand per DRBD auf ihren passiven Standby-Server. So ist sichergestellt, dass auch bei einem Hardwaredefekt die Ausfallzeit im Bereich weniger Minuten bleibt, und keine E-Mails verloren gehen können.

Der Standby-Server erzeugt alle zwei Stunden einen Snapshot des Datenbestandes, der dann vier Stunden vorgehalten wird. Dies dient zur Absicherung gegen eventuell manuell versehentlich gelöschte Daten.

Einmal täglich wird aus dem jeweils aktuellen Snapshot ein Offline Backup auf einen separaten Backup Server gezogen. Dieser Server speichert dann alle Daten jeweils 28 Tage lang. Die Backupserver stehen grundsätzlich physisch und logisch getrennt von den Mailservern, so dass Sie den Datenbestand auch gegen katastrophale Ereignisse wie Brand, Diebstahl oder Hackerangriffe absichern.

Im DCP können aus dem Offline Backup nun sowohl einzelne E-Mails als auch ganze Ordner und Accounts zum Restore ausgewählt werden. Diese werden dann vom Backupserver im Hintergrund eingespielt.

Im Unterschied zu den Lösungen anderer Anbieter sorgt das Artfiles Backupsystem dafür, dass wiederhergestellte Mails mit eventuell noch vorhandenen aktuellen Mails zusammengeführt werden. Dadurch bleiben auch die seit dem letzten Backup eingegangenen Mails erhalten und werden nicht überschrieben.

IMAPSync

Ab sofort ist es möglich, im DCP Mails zwischen verschiedenen IMAP Konten zu synchronisieren. Auf diese Weise können Sie beim Umzug Ihrer E-Mail-Konten von einem anderen Anbieter zu Artfiles bequem die E-Mails aus Ihrem alten Postfach zu Artfiles übertragen. Genauso wie beim E-Mail-Restore werden übertragene E-Mails mit bereits vorhandenen abgeglichen, so dass sich diese Funktion auch für das Zusammenführen von mehreren Accounts in einen einzelnen nutzen lässt.

Die Übertragung selbst findet transparent im Hintergrund statt, so dass sowohl Quell- als auch Zielaccount währenddessen uneingeschränkt nutzbar bleiben.

Informationen zur Nutzung der IMAPSync Funktion finden Sie ind er DCP Hilfe zum Thema.

Per Account Konfiguration

Ab sofort kann jeder E-Mail-Nutzer bei Artfiles seine E-Mail-Einstellungen selbst verwalten. Unter https://email.artfiles.de bzw. https://email.dcpserver.de steht ein Interface bereit, in dem je nach Berechtigungslevel alle Einstellungen, oder nur Autoresponder und Passwort geändert werden können. Der Berechtigungslevel kann im DCP Accountweit konfiguriert werden. Später wird im Rahmen weiterer Anpassungen im DCP auch eine feinere Kontrolle möglich sein.

Ausblick

Derzeit arbeiten unsere Entwickler an der Integration einer Lösung zur rechtssicheren E-Mail-Archivierung in unser Mailsystem bzw. ins DCP. Diese soll noch im zweiten Quartal 2020 online gehen. Außerdem überarbeiten wir derzeit das System unserer Mailausgangsserver, um auch in Zeiten immer aggressiver auftretender Spammer bzw. den Gegenmaßnahmen gegen diese einen zuverlässigen und sicheren Versand gewährleisten zu können. Auch diese Arbeiten sollen im zweiten Quartal abgeschlossen werden.

Newsletter: Alles neu macht der März

Liebe Artfiles Kunden,

unsere neue Homepage wirft ihre Schatten voraus, und so können wir Ihnen heute einige Neuigkeiten präsentieren, die vorwiegend die Optik unserer Webdienste betreffen:

Unsere neue Supportseite

Optisch aufgefrischt und auf eine responsive Wiki-Plattform umgestellt, finden Sie ab sofort unter

https://support.artfiles.de

alle Hilfeseiten zum DCP, wichtige technische Infos zu unseren Produkten und viele hilfreiche Anleitungen, mit deren Hilfe Sie das meiste aus Ihren Artfiles Accounts herausholen können.

Die alte Hilfe ist weiterhin in archivierter Form unter https://www.artfiles.de/support erreichbar, wird aber nicht mehr aktualisiert.

Das Artfiles Blog

Ebenfalls im neuen Design erstrahlt ab sofort unser Blog unter

https://blog.artfiles.de

Wir setzen weiterhin auf das bewährte WordPress und informieren in loser Folge über Neuerungen und interessante Aspekte rund um Webhosting und Internet Technik.

Ein neues DCP Theme

Ab sofort steht Ihnen im DCP unter “Einstellungen” das DCP Theme “2020 lite” zur Auswahl. Dieses modern-reduzierte Theme wird ab dem 17.3.2020 unser bisheriges “Classic” Theme als Default im DCP ablösen.

Ab diesem Zeitpunkt werden alle DCPs ohne ausgewähltes Theme automatisch auf “2020 lite” umgestellt. Selbstverständlich können Sie aber auch weiterhin das “Classic” Theme in Ihren DCP Einstellungen auswählen.

Webmail Update

Nicht nur optisch, sondern auch unter der Haube hat unser Webmail ein Upgrade erhalten. Ab sofort steht Roundcube 1.4 im responsiven Design bereit für den schnellen Mailabruf zwischendurch (oder als Ersatz für einen Mailclient).

Das Webmail ist wie gewohnt unter https://webmail.artfiles.de erreichbar.

Neue Supportzeiten

Ab sofort steht Ihnen der Telefon- und Chatsupport bereits ab 8:00 statt ab 9:00 Uhr zur Verfügung.

Die neuen Supportzeiten sind demnach Montag bis Freitag von 8:00 bis 22:00 Uhr.

DE-CIX

Eher technischer Natur ist unsere letzte Ankündigung für heute: Nachdem Artfiles bereits seit dem letzten Jahr in Hamburg am größten deutschen Internet-Exchange Point DE-CIX vertreten ist, haben wir jetzt auch unser Peering in Frankfurt aufgenommen.

Die dort aufgeschaltete Bandbreite von 10 Gbit/s ist allerdings bereits fast schon wieder erreicht, so dass wir in den nächsten Wochen auf 20 Gbit/s erweitern werden.

Wir hoffen, dass Ihnen die Neuerungen gefallen, und freuen uns natürlich wie immer über Feedback, Kritik und Bug-Reports!

Das Artfiles Team

Mailsystem V3

Elbphilharmonie

Es ist vollbracht. Knapp aber letztlich doch chancenlos haben wir das Rennen um das am schlimmsten aus dem Zeitplan gelaufene Projekt diesseits der Elbe gegen die Elbphilharmony verloren. Dort ist erst im Januar feierliche Eröffnung. Wir sind fertig:

Das Projekt Artfiles Mailsystem V3 ist abgeschlossen.

Die Idee für ein von Grund auf neu konzipiertes Mailsystem geht bereits zurück auf das Jahr 2007: Das von uns eingesetzte Qmail war zu diesem Zeitpunkt gerade zehn Jahre alt geworden und von halboffiziellen Patches und eigenen Anpassungen so überwuchert, dass eine Weiterentwicklung nicht mehr sinnvoll erschien.

So reifte der Entschluss, ein neues Mailsystem auf Basis von Exim zu entwickeln.

Mailsystem V2

Aber während einige Komponenten wie Mailein- und ausgangsserver leicht ausgetauscht werden konnten, erwiesen sich Mailzustellung und -abruf als erstaunlich hartnäckig.

Als größtes Problem zeigte sich wie erwartet unser Anspruch, die Umstellung praktisch ohne Beeinträchtigung der Benutzer durchzuführen. Bei schon damals mehr als einhunderttausend Mailboxen war es undenkbar, den Benutzern Änderungen aufzuzwingen.

Also haben wir viel experimentiert, implementiert und getestet, aber letztlich ließ sich keine zufriedenstellende Lösung finden. Und mangels größerer Probleme mit unserem alten Mailsystem gab es natürlich auch immer wieder Projekte, die das neue Mailsystem von der Spitze der Todo Liste verdrängt haben.

Zwischenzeitlich wurde dann mal das Webmail von Squirrelmail auf Roundcube aktualisiert und alte Storageserver durch neuere ersetzt. Auch für die Redundanz wurde viel investiert, aber der Kern des alten Mailsystems blieb bestehen.

Es muss etwas passieren

Das änderte sich erst im Frühjahr 2015: Vor allem die Courier IMAP Software begann uns ernsthafte Probleme zu machen. Viele neuere Mailprogramme unterstützten nun IMAP Erweiterungen, die Courier schlicht nicht beherrschte, und die auch nicht mehr nachzurüsten waren. Also musste gehandelt werden.

Als neue POP3 und IMAP Software wurde Dovecot auserkoren. Zusammen mit Amavis sollte Dovecot auch die Mailzustellung in die Postfächer übernehmen. Damit sollte dann gleich auch die Konfiguration der Mailboxen in die Datenbank verlegt werden. Bisher befand sie sich nur zum Teil dort und zum Teil in .qmail Dateien auf den Storage Servern.

Die Implementierung der geplanten Lösung erwies sich leider als etwas schwieriger als gedacht. Das lag vor allem an der etwas undurchsichtigen Struktur von Amavis und der mangelhaften Dokumentation. Letztlich konnte aber im Herbst 2015 eine funktionierende Plattform für Mailzustellung und Abruf in den Testbetrieb gehen.

Aus leidvoller Erfahrung mit defekten Raidcontrollern und “alle Jahre wieder” auftretenden Ausfällen von Storage Servern, entschieden wir uns für ein vollständig redundantes System für die Speicherung und den Abruf von Mails. Zunächst wurde es auf basis von Xen und Btrfs auf jeweils zwei per DRBD verbundenen Servern realisiert.

Leider zeigte sich jedoch relativ schnell, dass dieser doch recht komplexe Stack den harten Anforderungen des Livebetriebs nicht gewachsen war. Zudem erwies sich Btrfs als nicht ausgereift und sorgte mit vielen Problemen für reichlich graue Haare bei den Admins.

Also haben wir noch mal einen Gang zurück geschaltet und stattdessen auf Bewährtes gesetzt. Jetzt werden die Mails wieder in einem Ext4 Dateisystem gespeichert, das auf einem per LVM partitionierten DRBD aufsetzt. Es gibt keine Virtualisierung mehr, sondern “traditionelle” Hochverfügbarkeit.

Nachdem diese Lösung im Frühjahr endlich betriebsbereit war, ging es an die Umstellung der Mailboxen vom alten in das neue System. Dies nahm nochmals einige Wochen in Anspruch und war im Mai dann endlich abgeschlossen.

Fast fertig

Damit war das neue Mailsystem im Grunde komplett soweit es die Mailboxen betraf.

Ein letzter Querulant aber hörte nicht auf, der Umstellung Widerstand zu leisten: Die Mailinglisten. Diese werden bei uns sozusagen seit Anbeginn der Zeit mit Ezmlm betrieben und sind dadurch praktisch untrennbar mit Qmail verzahnt.

Also wurde der Plan gefasst, eine saubere, auf die reine Mailinglistenfunktion reduzierte Qmailinstallation zu schaffen. Wie nicht anders zu erwarten steckte auch hier der Teufel im Detail. Aber schließlich konnte am 23. August der neue Mailinglistenserver online und der letzte “alte” Qmail Server nach über 15 Jahren endlich offline gehen.

Status Quo

Eine Übersicht über den Mailzustellungsprozess gibt es hier: Artfiles Mail V3

Im Unterschied zu den dort skizzierten Plänen hat unser Mailsystem noch mal deutlich an Sicherheit und Verfügbarkeit gewonnen: es gibt jetzt eine redundante Speicherung sämtlicher Mails auf zwei Storage Servern, die sich in verschiedenen Brandabschnitten des Rechenzentrums befinden. Von diesem Redundanten Datenbestand werden alle drei Stunden Snapshots gezogen, die eine möglichst zeitnahe Wiederherstellung ermöglichen.

Zusätzlich werden vom jeweils aktuellsten Snapshot täglich die Daten auf ein drittes, unabhängiges System gesichert. Diese Sicherungen werden mindestens 28 Tage aufbewahrt.

Ausblick

Auch wenn nun ein Meilenstein erreicht ist, arbeiten wir selbstverständlich kontinuierlich weiter an der Verbesserung des Mailsystems. Als nächstes wollen wir den Benutzern die Möglichkeit geben, selbst Mails aus den backups wieder herzustellen. Derzeit muss das noch ein Administrator “zu Fuß” tun.

Außerdem möchten wir den Benutzern mehr Konfigurationsmöglichkeiten für Ihre jeweiligen Accounts geben, ohne dass sie dafür das DCP bemühen müssen.

Beides ist bereits in Arbeit, die Realisierung wird aber noch einige Zeit in Anspruch nehmen – voraussichtlich aber nicht wieder fast zehn Jahre…

Let’s Encrypt im DCP

Um ein Let’s Encrypt Zertifikat im DCP zu aktivieren, muss zunächst die Teilnahme am Beta Programm aktiviert werden.

Dies geschieht im Menü unter “Einstellungen”.

 

Sobald die Beta Features freigeschaltet sind, findet sich nach wenigen Minuten im “Domain”-Menü ein Eintrag “SSL”:

Bildschirmfoto 2016-08-26 um 15.37.17

 

Ein Klick auf “Neu anlegen” öffnet die Konfigurationsansicht:

Bildschirmfoto 2016-08-26 um 15.38.51Hier können bis zu 5 Subdomains einer Domain mit einem SSL/TLS Zertifikat versehen werden.

Es können nur Subdomains konfiguriert werden, für die noch kein anderes Zertifikat eingerichtet ist.

 

Technischer Hintergrund:

Das DCP erstellt automatisch einen Certificate Signing Request und übermittelt diesen an Let’s Encrypt. Gleichzeitig wird der Webserver entsprechend konfiguriert, um den Validierungsrequest korrekt zu beantworten. Es handelt sich hier also um eine HTTP Validierung. Diese läuft völlig transparent zum normalen Betrieb des Webservers.

Der gesamte Validierungsprozess dauert etwa 15 Minuten, so dass nach spätestens 15 bis 20 Minuten die Zertifikate zur Verfügung stehen.

 

Beispielzertifikat:

Bildschirmfoto 2016-08-26 um 16.06.50Let’s Encrypt Zertifikate sind derzeit grundsätzlich 90 Tage gültig. Das DCP erneuert Zertifikate aber bereits nach 60 Tagen gemäß der Empfehlung von Let’s Encrypt. Auch dies läuft völlig transparent für Benutzer des Webservers ab.

Einige Hintergrundinformationen zu Let’s Encrypt haben wir noch mal in einem eigenen Artikel zusammengefasst: Let’s Encrypt (beta)

Let’s Encrypt (beta)

letsencrypt_logo

Ab sofort bieten wir im Rahmen unseres Beta Programms allen Webhosting Kunden ab Private Medium die Möglichkeit, Let’s Encrypt® SSL Zertifikate über das DCP einzurichten. In der folgenden kurzen FAQ wollen wir versuchen, die wichtigsten Fragen zu Let’s Encrypt zu beantworten.

Was ist eigentlich Let’s Encrypt?

Let’s Encrypt ist eine kostenlose und vollautomatisierte sogenannte Certificate Authority, also eine Stelle, die kostenlose SSL Zertifikate ausstellt.

Wozu braucht man eine Certificate Authority?

Um eine verschlüsselte Verbindung (z.B. HTTPS) sicher nutzen zu können, ist es nicht nur wichtig, dass der Datenverkehr verschlüsselt wird, sondern es ist ebenso wichtig sicher zu stellen, dass man auch tatsächlich mit dem richtigen Server kommuniziert.

Ansonsten könnte ein Angreifer, der zwischen Server und Benutzer sitzt, einfach selbst die Verschlüsselung zu beiden Seiten durchführen und so doch wieder den Datenverkehr abhören, ohne dass die Kommunikationspartner das bemerken.

Um diese Angriffsmöglichkeit zu verhindern, gibt es SSL Zertifikate, die der Server präsentiert und die seinen Namen enthalten. Dadurch kann der Benutzer bzw. sein Browser erkennen, dass die Verbindung auch tatsächlich mit dem gewünschten Server und nicht mit einem Angreifer “In der Leitung” zustande gekommen ist.

Um nun wiederrum das Zertifikat überprüfen zu können, ist es durch ein weiteres Zertifikat beglaubigt. Dieses sogenannte Root Zertifikat wird von einer Certificate Authority ausgestellt und muss im Browser (oder auch z.B. im Mailclient) des Benutzers hinterlegt sein.

Was ist das Besondere an Let’s Encrypt?

Die Root Zertifikate von Let’s Encrypt sind wie die aller Certificate Authorities (z.B. Verisign, Geotrust, Thawte etc.) in praktisch allen aktuellen Browsern hinterlegt (bzw. derzeit noch “cross signed”). Nur so kann die Sicherheit einer SSL/TLS Verbindung garantiert werden und das berühmte Schloss im Browser schließt sich.

Im Gegensatz zu kommerziellen Certificate Authorities sind Let’s Encrypt Zertifikate kostenlos und können über einen automatisierten Prozess erzeugt werden.

Braucht man eigentlich noch “traditionelle” Certificate Authorities?

Das kommt darauf an. Let’s Encrypt Zertifikate sind bei der Benutzung genauso sicher wie kommerziell ausgestellte Zertifikate. Wenn man also nur seine Webseiten absichern möchte, reicht ein Let’s Encrypt sicher aus.

Möchte man allerdings seinen Benutzern und Kunden eine größtmögliche Sicherheit auch optisch präsentieren, geht es nicht ohne sogenannte “Extended Validation” Zertifikate. Nur mit diesen Zertifikaten färbt sich die Adressleiste grün bzw. erscheint der Firmenname neben der URL.

Extended Validation Zertifikate müssen manuell geprüft werden und können daher von Let’s Encrypt nicht angeboten werden. Hier ist man also weiterhin auf kommerzielle Anbieter angewiesen.

Und warum kostenlos?

Das Ziel von Let’s Encrypt ist es, eine möglichst große Anzahl von Webservern durch SSL/TLS abzusichern und so das Internet insgesamt sicherer zu machen. Hinter Let’s Encrypt stehen viele Größen des Internet wie zum Beispiel CISCO, Facebook und natürlich Mozilla, die Organisation hinter Firefox.

Links:

https://letsencrypt.org/

https://de.wikipedia.org/wiki/Digitales_Zertifikat

https://de.wikipedia.org/wiki/Transport_Layer_Security

Artfiles Mail V3

Das Artfiles Mailsystem wird von Grund auf erneuert. Nach mehreren Monaten Entwicklungszeit und ausführlichen Tests wird ab dem 1.1.2016 das Mailsystem V3 ausgerollt. Die wichtigsten Neuerungen im Überblick:

  • Umstellung von Courier auf Dovecot IMAP
  • Unterstützung von XLIST Kommandos zur Ordnerverwaltung z.B. in Outlook
  • Sieve-Unterstützung: Filterung von Mails schon auf dem Server
  • Robustere Mailzustellung und höhere Verfügbarkeit
  • Bis zu 30 Tage Backup dreimal täglich

Hintergrund

Das Artfiles Mailsystem basiert seit dem Start vor nun mehr als 15 Jahren auf Qmail, Exim und Courier. Exim mit seine extrem vielfältigen Konfigurations- und Erweiterungsmöglichkeiten sorgt für den Transport ein- und ausgehender Mails, Qmail für die Zustellung und Filterung eingehender Mails. Courier stellt Abrufmöglichkeiten via POP3 und IMAP zur Verfügung.

Das "alte" Mailsystem schematisch
Das “alte” Mailsystem (V1) schematisch

Obwohl dieses System auch nach vielen Jahren immer noch stabil und sicher funktioniert, ist doch die Entwicklung mittlerweile an einigen Komponenten vorübergegangen: Qmail wird praktisch seit 1998 funktional nicht weiterentwickelt und auch Courier, obwohl noch aktiv entwickelt, lässt viele moderne Features, wie Sieve oder XLIST vermissen.

Aus diesem Grund haben wir uns für eine von Grund auf neu konzipierte Lösung entschieden: Als IMAP und POP3 Mailserver fungiert nun Dovecot. Das Scannen der Mails auf Viren und SPAM übernimmt Amavis direkt auf dem Mailboxsystem. Hierdurch wird die Zustellung von Mails besser als bisher parallelisiert. Hier lag eine Schwachstelle des alten Systems mit nur einer Qmail Instanz, die alle Mailboxserver mit Mails versorgen musste. So konnte ein kurzzeitig stark erhöhtes Mailaufkommen auf einzelnen Servern die Zustellung auch anderer Mails beeinträchtigen.

Das "neue" Mailsystem
Das “neue” Mailsystem (V3) schematisch

Ein weiterer, höchst erwünschter Nebeneffekt des neuen Systems ist die wesentlich bessere Nachvollziehbarkeit der Mailzustellungen bis hin zum Logging der Antivirus- und Spamfilter-Entscheidungen.

Die Server des neuen Systems sind entweder ihrerseits redundant ausgelegt, oder laufen als virtuelle Maschinen auf redundanter Hardware, so dass wir im Fehlerfall sehr schnell – teilweise sogar automatisch – den Betrieb wieder herstellen können. Da wir für die Mailspeicherung künftig auf BTRFS setzen, können wir eine einfache Backuplösung anbieten, die nahezu unbegrenzte Speicherpunkte ermöglicht. Zusätzlich wird ein Offline-Backup erstellt.

Durch die nun ausschließlich datenbankbasierte Konfiguration ergeben sich viele Konfigurationsmöglichkeiten, die wir im Laufe der nächsten Monate im DCP für Sie verfügbar machen werden.

Was bedeutet das für unsere Kunden

Sobald Ihre Domain(s) umgestellt sind, profitieren Sie automatisch von den zusätzlichen Features des neuen Mailsystems: Sie können Mails per Sieve filtern (dazu werden wir in den nächsten Wochen noch einen Artikel veröffentlichen). Wenn Sie IMAP nutzen, erkennt Ihr Mailclient automatisch die speziellen Ordner, die für z.B. gelöschte Mails, gesendete Mails oder Entwürfe vorgesehen sind. Insbesondere beim Zugriff mit mehreren Clients auf ein bestimmtes Postfach wird hierdurch die Einrichtung deutlich erleichtert.

In den nächsten Monaten werden wir zudem in einigen Tarifen die Möglichkeit anbieten, selbst Mails aus beliebigen Backups in das jeweilige Postfach zurückzuspielen.

Was ist aus Mail V2 geworden?

Wenn Sie sich fragen, warum auf Mail V1 direkt Mail V3 folgt – Mail V2 war als auf Basis von Exim selbst entwickeltes System zwar vielversprechend, wir haben es aber zugunsten einer weitestgehend auf Standardkomponenten basierenden Lösung verworfen.

Links

SIEVE

Local Mail Transfer Protocol (LMTP)

RFC6154 XLIST

BTRFS

Das neue Artfiles Webmail

Roundcube Loginscreen

Unter https://rc.artfiles.de können sie unser neues Webmail bereits seit ca. einem Jahr nutzen, jetzt machen wir ernst und schicken Squirrelmail mit etwas Verspätung in den wohlverdienten Ruhestand.

Warum?

Die Weiterentwicklung von Squirrelmail ist seit zwei Jahren praktisch eingeschlafen. Der derzeitige Entwicklungszweig wird nur noch von einer kleinen Community gepflegt und hat nach unserer Ansicht den Anschluss an moderne Entwicklungen verloren.

Roundcube

Wir haben uns für Roundcube als neue Webmail Lösung entschieden. Roundcube ist wie Squirrelmail ein Open Source Produkt und wird seit Jahren aktiv entwickelt. Roundcube bietet eine moderne HTML Oberfläche mit Drag and Drop, Ajax und umfassender Erweiterbarkeit durch Themes und Plugins.

Artfiles Webmail

Für unsere Roundcube Installation empfehlen wir das voreingestellte Litecube Theme, das eine schlanke Oberfläche sowohl auf dem Desktop als auch auf mobilen Geräten bietet. Wie schon im Squirrelmail bietet das neue Webmail in seinen Einstellungen die Möglichkeit, Passwörter zu ändern und Autoresponder zu konfigurieren.

Reseller

Reseller können über ihr DCP (unter E-Mail -> Webmail) ein eigenes Logo sowie einen eigenen Titel konfigurieren.

Für die beste Darstellung empfehlen wir eine Logogröße von ca 125×30 Pixeln.

DCP Webmail Settings

Logo und Titel werden aktiv, wenn das Webmail über eine eigene Domain unter dem jeweiligen Account aufgerufen wird.

Wenn sie keine eigene URL verwenden möchten, aber dennoch nicht auf webmail2.artfiles.de verweisen möchten, erreichen sie das neue Webmail auch unter webmail.dcpserver.de. Wir empfehlen dringend, die TLS Varianten zu nutzen:

https://webmail2.artfiles.de

https://webmail.dcpserver.de

Wenn sie eine eigene URL verwenden möchten, und diese TLS-sichern möchten, sprechen sie uns bitte an.

Die Umstellung

Zum 1.10.2015 werden wir Squirrelmail abschalten. Das bedeutet, dass wir einen Monat beide Systeme parallel anbieten, so dass sie sich und ihre Benutzer in Ruhe mit dem neuen Webmail vertrau machen können. Selbstverständlich steht ihnen unser Support jederzeit gerne bei Fragen und Problemen zur Seite.

Bei der ersten Anmeldung im neuen Webmail werden automatisch einige Informationen, wie z.B. Adressbucheinträge und persönliche Informationen übernommen. Nicht übernommen werden Kalendereinträge und Notizen.

Sobald Squirrelmail abgeschaltet wurde, ist das neue Webmail auch unter

https://webmail.artfiles.de

erreichbar.

Das Kleingedruckte

Die folgenden Funktionen von Squirrelmail werden im neuen Webmail nicht mehr zur Verfügung stehen:

  • Kalender
  • Notizen
  • Serverseitige GPG Integration

Kalender und Notizen lassen sich im Roundcube nur durch Plugins nachrüsten, welche die Stabilität und Wartbarkeit des Webmails nachhaltig verschlechtern. Da nur eine sehr geringe Anzahl von Kunden diese Funktionen nutzt, die auch im Squirrelmail ja nur sher Rudimentär vorhanden sind, haben wir uns entschlossen, sie ersatzlos zu streichen.

Mit der GPG Integration verhält es sich etwas anders. Hier haben wir aus grundsätzlichen Sicherheitserwägungen von einer serverseitigen Integration abgesehen. Es ist aus unserer Sicht nicht sinnvoll, geheime PGP Schlüssel auf unserem Webmail Server abzulegen. Stattdessen empfehlen wir die Nutzung von Mailvelope.

Mailvelope stellt über ein Browserplugin für Firefox und Chrome eine PGP Implementierung zur Verfügung, bei der die Ver- und Entschlüsselung auf dem Client stattfindet. So müssen keine Keys oder Passwörter zum Server übertragen oder dort gespeichert werden.

Datenschutz im US Geschäft

Artfiles hat eine US Niederlassung gegründet. Einige Kunden haben sich besorgt geäußert, dass diese Erweiterung unseres Geschäftes Artfiles in irgendeiner Weise unter Einfluss der US amerikanischen Behörden und vor allem natürlich Geheimdienste bringt.

Das Wichtigste vorab: Selbstverständlich wird Artfiles auch in Zukunft keine Kundendaten (weder die Daten der Kunden, noch Daten “über die Kunden”) in die USA transferieren, außer dies ist ausdrücklich vom jeweiligen Kunden so gewünscht.

Deutsche Kunden werden wie bisher ausschließlich in Deutschland auf deutschen Servern gehostet.

Zu grundsätzlichen Fragen des Datenschutzes aber nun ein Gastbeitrag unseres Anwalts und Datenschutzbeauftragten Dr. Martin Bahr (www.dr-bahr.com):

Die Gründung einer US-Tochtergesellschaft ist datenschutzrechtlich unbedenklich

Zunächst ist es wichtig sich in Erinnerung zu rufen, dass beide Gesellschaften rechtlich vollkommen autonome juristische Personen sind. Die Artfiles New Media GmbH ist eine deutsche GmbH, die Artfiles LLC eine nach US-Recht gegründete Limited Liability Company. Aus datenschutzrechtlicher Sicht ist die jeweils andere Gesellschaft somit ein vollkommen fremdes Unternehmen. Ohne ausdrückliche Zustimmung des Kunden dürfen keinerlei personenbezogene Daten zwischen den Unternehmen ausgetauscht werden.
Nun könnte man auf die Idee kommen, dass es den amerikanischen Behörden gleichwohl doch irgendwie gelingen könnte, über die Artfiles LLC auf die Daten der Artfiles New Media GmbH Zugriff zu nehmen. Eine solche theoretische Möglichkeit scheitert jedoch von vornherein an einem wichtigen Umstand: Die deutsche GmbH ist die Muttergesellschaft und die LLC ist zu 100% die Tochtergesellschaft.
Dies bedeutet nichts anderes, als dass alleinige Gesellschafterin der amerikanischen Firma die deutsche GmbH ist. Das US-Unternehmen liegt damit wirtschaftlich vollständig in deutschen Händen. Die deutsche GmbH bestimmt als Gesellschafterin die Marschroute. Die Tochter ist somit vollkommen abhängig von ihrer Mutter.
Aufgrund dieser Abhängigkeit stehen der Artfiles LLC keinerlei rechtlichen Möglichkeiten zu, Zugriff auf die deutsche GmbH zu nehmen. Ordnet z.B. eine amerikanische Behörde gegenüber der LLC eine Maßnahme an, so kann dies weder unmittelbar noch mittelbar die Muttergesellschaft treffen.
Die Eröffnung einer Tochtergesellschaft im Ausland, die zu 100% in den Händen der Mutter liegt, ist also aus datenschutzrechtlicher Hinsicht absolut unbedenklich. Dadurch wird auch nicht der NSA oder sonstigen US-Geheimorganisationen die Tür zu den Daten deutscher User geöffnet.
Ein einfacher Blick auf die Praxis zeigt auch diesen Umstand: Denn zahlreiche deutsche und europäische Unternehmen besitzen eigenständige Tochtergesellschaften, ohne dass dies von den Datenschutzbehörden in Europa jemals kritisiert wurde.

Was es aber zu beachten gilt

Grundsätzlich werden sämtliche Daten der Artfiles-Kunden in Deutschland von der deutschen GmbH gehostet. Nur wenn der Kunde dies ausdrücklich verlangt, kann er wahlweise mit der US-Tochtergesellschaft den Vertrag schließen und/oder seine Daten in US-Rechenzentren hosten lassen.
In beiden Fällen gilt es dabei zu beachten: Sobald der Kunde freiwillig und bewusst einen Berührungspunkt mit den USA setzt, gilt das zuvor Gesagte nicht mehr. Wählt ein Kunde nämlich das Hosting seiner Daten in den USA, so muss ihm klar sein, dass die dortigen Behörden somit faktisch Zugriff auf seine Informationen haben, z.B. im Rahmen einer Beschlagnahme vor Ort.
Gleiches gilt im Falle eines Vertragsschlusses mit der Artfiles LLC. Auch hier liegen standardmäßig sämtliche Daten auf US-Servern. Einzige Ausnahme: Wenn ein Kunde einen Vertragsschluss mit der Artfiles LLC wünscht, seine Daten aber in den Deutschland hosten will. Ein solcher Fall dürfte in der Praxis zwar eher selten vorkommen, soll hier aber gleichwohl nicht unberücksichtigt bleiben: Auch hier muss der Kunde damit rechnen, dass letzten Endes sämtliche Informationen ebenfalls bei den US-Behörden landen. Die Informationen zu seiner Person speichert die Artfiles LLC ohnehin aufgrund des Vertragsverhältnisses vor Ort in den USA. Hierauf haben die dortigen Ermittler unmittelbaren Zugriff. Die anderen Daten liegen zwar im Ausland und sind damit zunächst nicht unmittelbar greifbar. Wie zahlreiche Beispiele aus den letzten Jahren jedoch zeigen, ist dies aber nur von kurzer Dauer. Im Rahmen der Amtshilfe bzw. durch andere Maßnahmen gelingt es den US-Behörden idR. auch auf diese Datensätze zuzugreifen.
Lange Rede, kurzer Sinn: Wer jeden (theoretischen) Zugriff auf seine Daten durch US-Ämter vermeiden will, sollte weiterhin bei der deutschen Artfiles New Media GmbH bleiben und auch in Deutschland hosten. Durch die Gründung der US-Tochter entsteht keinerlei Datenschutzproblem.


Rechtsanwalt Dr. Bahr ist TÜV-zertifizierter Datenschutzbeauftragter und berät Artfiles seit mehr als 10 Jahren.