Docker-Container im Webhosting: So funktionieren Container im DCP

Minimalistische Line-Art-Illustration eines Containerschiffs als Symbol für Docker-Container im Webhosting

Docker-Container sind aus der heutigen IT-Landschaft nicht mehr wegzudenken. Sie dienen dazu, Software zu installieren, zu aktualisieren und effizient zu verwalten. Container-Hosting – ob hochverfügbar im Kubernetes-Cluster oder selbst betrieben via Podman oder Portainer – verspricht die Lösung vieler Probleme, die früher mit der manuellen Verwaltung komplexer Servicelandschaften einhergingen. Abhängigkeiten werden isoliert, Schnittstellen standardisiert und die Automatisierung der Administration erheblich vereinfacht.

Viele Serveranwendungen wie Nextcloud, Redis, WordPress oder Joomla werden heute bevorzugt als Container bereitgestellt.

Ein Nachteil von Containern ist allerdings die oft aufwändige Administration der Docker Laufzeitumgebung. Häufig wird dafür ein virtueller Server eingesetzt – wodurch ein Teil der Container-Vorteile wieder verloren geht. Denn plötzlich muss sich der Administrator doch wieder um Updates, Backups und Wartung kümmern.

Unser Ziel ist es, dass unsere Kundinnen und Kunden von den Vorteilen der Container-Technologie profitieren können – ohne diese zusätzlichen Herausforderungen. Deshalb haben wir Docker-Container direkt ins Webhosting integriert. Webhosting bei Artfiles


Container ❤️ Webhosting

Das Artfiles Webhosting ist zunächst auf die Ausführung kurzlebiger PHP, Python oder anderer CGI Skripte ausgelegt. Über Dienste wie Fast-CGI und andere Prozessmanager verhilft unser System diesen kurzlebigen Skripten zu einer Performance wie sie sonst nur langlebige Serverdienste liefern können.

Soweit, so gewohnt.

Mit der Einführung der Container im Webhosting ändert sich dieses Konzept grundlegend: Ab sofort können in allen dedizierten Webhosting Tarifen (af.stack) über das DCP langlebige Serverprozesse konfiguriert und gestartet werden.

Diese laufen unabhängig vom Webserver-Prozess und ermöglichen Dienste, die bisher nicht realisierbar waren – beispielsweise Datenbanksysteme wie Redis oder Memcached sowie Content-Management-Systeme oder Wiki-Anwendungen.

Natürlich gelten auch im DCP die generellen Vorteile der Container-Technologie:

  • einfache Installation und Updates
  • klare Isolation zwischen Anwendungen und Benutzerkonten
  • optionale Automatisierung über Tools wie Ansible

Und das alles eingebettet in Ihre gewohnte Webhosting-Umgebung – inklusive Backups sowie Zugriff auf gemeinsam genutzte Daten und Ressourcen.


Technische Umsetzung: Container-Typen im DCP

Das DCP stellt Ihnen zwei Container-Typen zur Verfügung:

  1. Applikations-Container, die über einen HTTP(S)-Proxy aus dem Internet erreichbar sind
  2. Interne Container, die ausschließlich innerhalb Ihrer Umgebung erreichbar sind

Letztere eignen sich beispielsweise für Datenbanken oder Message-Broker, die Ihre Applikations-Container lokal unterstützen.

Applikations-Container lassen sich – wie viele andere Services im DCP – bequem per Subdomain verfügbar machen. Bestehende SSL-Zertifikate können dabei genutzt oder alternativ Let’s Encrypt aktiviert werden.

Darüber hinaus profitieren Container-Anwendungen automatisch von bestehenden Sicherheitsfunktionen wie DDoS-Schutz und Web Application Firewall (WAF), die Ihr Webhosting bereits absichern.

Auf af.stack-Servern skalieren Ihre Container selbstverständlich ebenso wie Ihre „klassischen“ Webanwendungen.

Docker-Container im DCP verwalten: Templates, Updates und Logs

Um die Administration möglichst übersichtlich zu gestalten, haben wir die Container-Verwaltung in zwei Bereiche geteilt.

Im Container Bereich selbst können Sie aus vorgefertigten Templates eigene Container erstellen. Viele häufig genutzte Anwendungen sind bereits vorbereitet. Einen WordPress-Container zu starten dauert beispielsweise nur wenige Minuten.

DCP-Oberfläche zum Anlegen eines WordPress-Docker-Containers mit Template-Auswahl


Selbstverständlich können Sie hier auch Ihre Container stoppen, aktualisieren und die Logfiles einsehen.

Detailansicht eines laufenden Docker-Containers im Artfiles DCP mit Status, Port-Zuweisung und Protokollanzeige


Für fortgeschrittene Benutzer bietet das DCP außerdem die Möglichkeit, eigene Templates zu erstellen. So lassen sich auch Anwendungen integrieren, die nicht standardmäßig von Artfiles vorbereitet wurden. Einmal erstellt, können aus einem Template beliebig viele Container erzeugt werden.

Anzeige eines WordPress-Container-Templates im Artfiles DCP mit Image, Ports und Umgebungsvariablen

Templates lassen sich zudem als JSON-Datei importieren und exportieren – das eröffnet maximale Flexibilität.

Und nicht zuletzt bieten wir Expertinnen und Experten direkten Zugriff auf Podman über die SSH-Konsole Ihres Servers. Wer seine Container beispielsweise über Ansible verwalten möchte, kann dies problemlos tun.

Eine detaillierte Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Einrichtung und Verwaltung von Containern finden Sie in unserer Container-Dokumentation.


Zukunft der Container-Plattform bei Artfiles

Für die Weiterentwicklung der Container-Plattform gibt es bereits konkrete Pläne:
Kurzfristig werden Container auch für Professional Web Accounts auf Shared-Servern bereitgestellt. Mittelfristig ist die Bereitstellung für weitere DCP-User geplant.

Zudem werden wir die verfügbaren Templates kontinuierlich erweitern.


Häufige Fragen zu Docker-Containern im Webhosting

Was ist ein Docker-Container im Webhosting?

Ein Docker-Container ist eine isolierte Laufzeitumgebung, in der Anwendungen inklusive aller Abhängigkeiten ausgeführt werden können. Im Webhosting-Kontext ermöglicht dies den Betrieb zusätzlicher Dienste – etwa Datenbanken, Caches oder Applikationen – unabhängig vom klassischen Webserver-Prozess.

Brauche ich für Docker-Container einen eigenen Server?

Nein. Bei Artfiles können Docker-Container direkt im Webhosting über das DCP betrieben werden. Ein separater virtueller Server für die Container-Laufzeitumgebung ist nicht erforderlich.

Was ist der Unterschied zwischen Applikations-Containern und internen Containern?

Applikations-Container sind über einen HTTP(S)-Proxy aus dem Internet erreichbar und können beispielsweise per Subdomain veröffentlicht werden.
Interne Container sind ausschließlich innerhalb der eigenen Hosting-Umgebung erreichbar und eignen sich etwa für Datenbanken oder Message-Broker.

Welche Anwendungen lassen sich als Container betreiben?

Viele gängige Serveranwendungen werden heute als Container bereitgestellt – darunter beispielsweise Nextcloud, WordPress, Redis, Memcached oder Wiki-Systeme. Darüber hinaus können eigene Templates erstellt und individuelle Anwendungen integriert werden.

Wie werden Docker-Container im DCP verwaltet?

Container können im DCP über vorgefertigte Templates erstellt, gestartet, gestoppt und aktualisiert werden. Logfiles sind direkt einsehbar. Fortgeschrittene Nutzer können eigene Templates definieren oder Container über SSH und Podman verwalten.

Profitieren Container von bestehenden Sicherheitsfunktionen?

Ja. Container-Anwendungen profitieren automatisch von bestehenden Sicherheitsmechanismen wie DDoS-Schutz, Web Application Firewall (WAF) sowie den Backup-Funktionen des Webhostings.


Docker-Container im DCP einrichten – Dokumentation & Tutorials

Weitere Informationen und Tutorials finden Sie wie gewohnt in unserer Container-Dokumentation im Support-Bereich.