Piwik: Open Source Webanalyse mit Datenschutz

Webanalyse braucht Datenschutz. Hier gibt es zum Beispiel das Tool „Piwik”, das bei uns datenschutzkonform betrieben werden kann. Dies wollen wir einmal kurz vorstellen.

Wer eine Webseite nicht nur zum persönlichen Spaß betreibt, interessiert sich natürlich für seine Besucher: Woher kommen diese? Welche Inhalte sind überhaupt interessant? Welche technischen Voraussetzungen bringen Sie mit? Werden überhaupt die Dinge gefunden, die meine Kunden suchen?

Screenshot von piwik.org

Screenshot von piwik.org

All diese Fragen kann man relativ einfach mithilfe von Analysetools beantworten. Angefangen vom einfachen Auswerten der Logfiles des Webservers – was wir standardmäßig für alle Kunden anbieten – bis zu einer komplexen Auswertung durch Tools wie Google Analytics, etracker oder ähnlichen Anbietern ist Vieles möglich. Im Gegensatz zur einfachen Auswertung der Logfiles, bieten diese Anbieter die Möglichkeit, Javascript Code in die eigene Seite einzubinden, der die Besucherdaten dann hierüber an die Analyseanbieter weiterleitet und eine tiefgehende Auswertung ermöglicht.

Dadurch ergeben sich jedoch auch Fragen des Datenschutzes, insbesondere bei der Nutzung von Tools, die diese Daten an Server außerhalb Deutschlands oder der EU weiterleiten. Es ist zwar durchaus möglich, auch Google Analytics datenschutzkonform zu nutzen, wie der Hamburger Datenschutzbeauftragte es erläutert. Dennoch ist die wahrscheinlich beste Möglichkeit, diese Daten selber auszuwerten und zwar so, dass diese den eigenen Server gar nicht erst verlassen und man somit selber die Hoheit über die Daten behält.

Screenshot von piwik.org

Screenshot von piwik.org

Analyse auf dem eigenen Server mit Piwik

piwikHier bietet sich das Programm Piwik an, das in PHP geschrieben ist und als Open Source entwickelt wird. Piwik wird  im Webspace installiert, ähnlich einfach wie WordPress, Joomla und andere PHP-Software. Danach muss man nur noch das Javascript der Piwik Installation oder einen Zählpixel einbinden und schon kann man mit der Auswertung beginnen.

Dabei kann man den Datenschutz seiner Besucher sehr fein einstellen. Piwik bietet die Möglichkeit:

  • IP Adressen automatisch zu anonymisieren
  • Einen opt-out auf der Webseite anzubieten
  • Die „Do-Not-Track”-Einstellung des Browsers zu beachten
  • Ältere Logfiles und Auswertungen zu löschen

Sie haben also unter dem Strich die Möglichkeit, die Besucherdaten individuell auszuwerten und dabei die Auswertung komplett eigenständig vorzunehmen, ohne Dritte hiermit beauftragen zu müssen und die Daten Ihrer Besucher weiterzugeben. Dabei können Sie Piwik ganz einfach zum Beispiel in eine Subdomain wie etwa piwik.beispiel.de installieren und dies natürlich auch mit SSL absichern.

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